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Interview I Fondsjournal Februar 2026

„Die konjunkturellen Aussichten hellen sich auf“

Fondsjournal: Was erwarten Sie für europäische Small und Mid Caps 2026 nach dem guten Jahresstart? Michael Glück: Europäische Small- und Mid-Caps profitieren 2026 von einem insgesamt günstigeren Umfeld mit verbesserten Finanzierungsbedingungen und einer schrittweisen konjunkturellen Erholung.
Quelle: Shutterstock

Aufgrund der höheren Konjunktursensitivität reagieren sie besonders positiv auf eine Normalisierung der Nachfrage. Zuletzt haben sich mehrere Frühindikatoren wie Einkaufsmanagerindizes, Auftragseingänge und Stimmungsindikatoren verbessert. Viele Unternehmen kommen zudem aus einer Phase schwacher Gewinnentwicklung, was das Erholungspotenzial zusätzlich erhöht, wir sehen Stabilisierungstendenzen. Gleichzeitig gibt es Bewertungsabschläge gegenüber Large-Caps.


Welche Treiber sehen Sie für eine weitere positive Entwicklungen?
Glück: In der D-A-CH-Region ergeben sich die wichtigsten Treiber aus der Kombination aus industrieller Stärke, gezielten Investitionsprogrammen und hoher Innovationsfähigkeit. Small und Mid Caps sind hier besonders gut positioniert in den Bereichen Industrie und Automatisierung, Infrastruktur, Energie- und Umweltlösungen sowie Medizintechnik und Gesundheit. Im Unterschied zu den Vorjahren fällt 2026 in eine Phase, in der sich verbesserte Finanzierungsbedingungen mit wieder anziehenden Investitionsentscheidungen überlagern. In Deutschland wirken die angekündigten und laufenden Konjunktur- und Investitionsprogramme als zentraler Impuls, insbesondere für Infrastruktur, Energiewende, Verteidigung und industrielle Modernisierung. Davon profitieren vor allem mittelständische Zulieferer, Maschinenbauer und spezialisierte Industrieunternehmen mit hoher Inlandsnachfrage. Gleichzeitig kommen viele Unternehmen aus einer Phase niedriger Auslastung und gedämpfter Gewinne, was den operativen Hebel bei steigender Nachfrage erhöht. Übergreifend sorgen solide Bilanzen und hohe Eigenkapitalquoten dafür, dass Investitionen jetzt wieder aktiv umgesetzt werden können.


Welche Anpassungen haben Sie in den vergangenen Wochen im Portfolio vorgenommen?
Glück: Wir wollen stärker von den verbesserten konjunkturellen Aussichten und den identifizierten strukturellen Treibern profitieren. Der Fokus lag dabei auf ausgewählten Automobil- und Industriewerten sowie ergänzenden Titeln mit Wachstums- und Diversifikationsmerkmalen. Mit Aumovio, einem Spin-off von Continental, wurde ein Unternehmen aufgenommen, das elektronische Systeme und Komponenten für die Automobilindustrie entwickelt, insbesondere in den Bereichen Fahrzeugsicherheit, Sensorik und Steuerungssysteme. Schaeffler ergänzt das Portfolio vor dem Hintergrund der Übernahme von Vitesco und ist ein führender Anbieter von Wälzlagern, Antriebskomponenten sowie Lösungen für elektrische und hybride Antriebstechnologien. Elmos wurde als spezialisierter Halbleiterhersteller berücksichtigt, dessen Produkte vor allem in Fahrerassistenzsystemen, Sensorik und der Leistungssteuerung von Fahrzeugen zum Einsatz kommen. Stabilus überzeugt durch seine starke Marktposition bei Gasfedern, Dämpfern und elektromechanischen Antriebssystemen für automobile und industrielle Anwendungen. Insgesamt zielen diese Anpassungen darauf ab, zyklische Erholung mit strukturellem Wachstum zu kombinieren.

 

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Hinweis: Das Nettovermögen kann aufgrund der Portfoliozusammensetzung oder der verwendeten Portfoliomanagementtechniken unter Umständen eine erhöhte Volatilität aufweisen.

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