Fondsjournal: Was sind die Rahmendaten des neuen Laufzeitenfonds?
Andreas Palmetshofer: Der 3 Banken Zinschance 2030 startet am 30. November und liegt aktuell zur Zeichnung auf. Nach Ende der Zeichnungsfrist sind keine Anschlusskäufe mehr möglich, die Rücklösung erfolgt am 31. Oktober 2030. Die Struktur orientiert sich weitgehend an unseren bisherigen Laufzeitenfonds. Der Fonds investiert überwiegend in europäische Unternehmensanleihen aus dem Investment-Grade-Segment. Ergänzend ist eine Beimischung von Hochzins- und Nachranganleihen im Ausmaß von bis zu rund 20 % vorgesehen. Da die Risikoprämien für Emerging-Market-Anleihen derzeit im Vergleich zu europäischen Unternehmensanleihen keinen nennenswerten Mehrertrag bieten, dürfte dieser Anteil geringer ausfallen als beim Vorgängerfonds. Ausschüttungen sind wie gewohnt jährlich geplant.
Wie sieht das Marktumfeld aktuell aus?
Palmetshofer: Das allgemeine Markt- und Konjunkturumfeld zeigt sich weiterhin robust, insbesondere vor dem Hintergrund der nach wie vor
angespannten Lage an den Energiemärkten. Die Zinsmärkte bleiben jedoch schwankungsanfällig und spiegeln eine gewisse Nervosität wider.
Nach dem kräftigen Renditeanstieg im September haben sich etwa US-Treasuries zuletzt wieder etwas stabilisiert. Gleichzeitig sind die Risikoprämien von Unternehmensanleihen in den vergangenen Wochen gegenüber den Vormonaten angestiegen. Dadurch sind Unternehmensanleihen heute wieder günstiger bewertet als zu Jahresbeginn. Die wesentlichen Treiber dieser Entwicklung sind bekannt: Hartnäckige Inflationssorgen, steigende Budgetdefizite, geopolitische Risikoprämien sowie der zunehmende Wettbewerb um Kapital. Die Zentralbanken dürften daher vorerst vorsichtig bleiben. Das Spannungsfeld zwischen Preisstabilität und Wirtschaftswachstum besteht unverändert fort. Für klare Signale in Richtung Zinspause oder gar Zinssenkungen erscheint es aus heutiger Sicht noch zu früh. Entspannungspotenzial bestünde vor allem bei rückläufigen Energiepreisen, schwächeren Inflationsdaten oder einer spürbaren konjunkturellen Abschwächung. Insgesamt sprechen die höheren Renditen wieder stärker für Anleihen. Entscheidend bleibt aus unserer Sicht jedoch ein selektiver Umgang mit Kreditrisiken.
Wie könnte es weitergehen, und wie lautet Ihre Marktmeinung?
Palmetshofer: Das Marktumfeld, insbesondere das Zinsumfeld, dürfte noch für einige Zeit volatil bleiben. Die Notenbanken werden voraussichtlich
vorsichtig agieren und weitere Schritte stark von der Inflations- und Konjunkturdatenlage abhängig machen. Wir gehen daher eher von einer volatilen Seitwärtsbewegung auf erhöhtem Renditeniveau aus. Dies ist auch ein Grund, warum der neue Laufzeitenfonds eine rund vierjährige Laufzeit aufweist. Diese wurde bewusst gewählt, weil sie aus unserer Sicht eine attraktive Positionierung im aktuellen Zinsumfeld darstellt. Eine längere Laufzeit würde aufgrund der flachen Zinsstrukturkurve keinen Mehrwert darstellen. Auch die Risikoprämien zeigen sich bei längeren Laufzeiten im aktuellen Zinsumfeld nicht wesentlich attraktiver. Die absoluten Renditen erscheinen attraktiv, und auch die aktuellen Risikoprämien halten wir für diese Laufzeit für angemessen. Für den 3 Banken Zinschance 2030 wird aus heutiger Sicht eine Zielrendite von rund 4,50 % angestrebt, klarerweise sind Änderungen bis Fondsstart möglich.
Nähere Informationen finden Sie hier:
3 Banken Zinschance 2030
Hinweise: Eine Ausgabe von Anteilsscheinen erfolgt ausschließlich per Fondsstart 30. November 2026! Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert des Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken!