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3 Banken Anleihefonds-Selektion „Rezession zu einem großen Teil eingepreist“

Interview I Fondsjournal September 2022

3 Banken Anleihefonds-Selektion „Rezession zu einem großen Teil eingepreist“

Fondsjournal: Hr. Liebig, was sind die wesentlichen Erkenntnisse der vergangenen Monate? Tobias Liebig: Im Vergleich zum historisch schwachen ersten Halbjahr, welches sich leider auch in einer klar negativen Performance vom 3 Banken Anleihefonds-Selektion widerspiegelte, begann zumindest das zweite Halbjahr versöhnlich.
Quelle: Shutterstock

In den vergangenen beiden Monaten sank sowohl der Basiszins als auch die Risikoprämie für Hochzinsanleihen und Emerging-Markets-Anleihen. Zum einen ist eine technische Gegenbewegung nach einem historisch schwachen ersten Halbjahr nicht unüblich, weil schon sehr viel Pessimismus im Markt eingepreist war, zum anderen haben Anleihen als Assetklasse, durch die steigenden Zinsen und Risikoprämien im ersten Halbjahr, wieder an Attraktivität gewonnen. Der globale Euro-denominierte Anleihemarkt im Investmentgradebereich wies zum Ende des 1. Halbjahres eine Rendite von circa 2,5 % auf. Dieses Renditeniveau konnte man das letzte Mal vor rund 10 Jahren beobachten.

 

Wie stellt sich die aktuelle Strategie des Fonds dar?

Liebig: Wir setzen wie in der Vergangenheit auf ein ausgewogenes Portfolio hinsichtlich Kredit- und Zinsänderungsrisiko. Aktuell hat der Fonds eine Rendite von 3,55 % bei einer Duration von 4,3 Jahren bei einem durchschnittlichen Investmentgrade-Rating (BBB). Durch die breite Streuung und die Flexibilität besteht die Möglichkeit, sämtliche Chancen der globalen Anleihemärkte zu nutzen und beispielsweise steigende Risikoprämien im Bereich der Hochzinsanleihen oder Emerging-Markets-Anleihen für taktische Zukäufe zu nutzen.

 

Was sind Beispiele für jüngste Transaktionen?

Liebig: Ende Juli wurden Emerging-Markets-Frontier-Hartwährungsanleihen verkauft und im Gegenzug Emerging Markets-Frontier-Lokalwährungsanleihen auf 5 % des Fondsvermögens erhöht. Unter Hartwährungsanleihen versteht man Anleihen denominiert in „harter Währung“ – wie beispielsweise dem Euro oder dem USD-Dollar. Lokalwährungsanleihen hingegen sind in der jeweiligen Landeswährung denominiert wie beispielsweise dem Kenia-Schilling. Lokalwährungsanleihen halten wir aktuell für attraktiver, weil zum einen die Währungen im Zuge des Ukraine Kriegs deutlich abgewertet haben, zum anderen ist der Zinsvorsprung von Lokalwährungsanleihen im Vergleich zu Hartwährungsanleihen mit aktuell etwa 6 % so groß, dass potenzielle weitere Währungsverluste überkompensiert werden sollten. Ein weiterer Vorteil ist die geringere Volatilität. Diese ist dadurch erklärbar, dass sich vor allem langfristig orientierte einheimische Investoren in den Lokalwährungsmärkten engagieren und diese somit nicht so stark von globalen Kapitalströmen beeinflusst werden. Zusätzlich ist die Duration mit rund 3 Jahren deutlich geringer als bei Hartwährungsanleihen mit circa 8 Jahren.

 

Anfang August wurden die Hochzinsanleihen um 2 % auf 15 % des Fondsvermögens erhöht, weil wir das bereits attraktive Renditeniveau nutzen wollten, um unser Engagement schrittweise zu erhöhen. Wir haben uns trotz der vielen Unsicherheiten in Europa für europäische Hochzinsanleihen entschieden, weil eine mögliche Rezession bereits zu einem großen Teil in den Kursen eingepreist ist.

 

3 Banken Anleihefonds-Selektion (T)

 

3 Banken Anleihefonds-Selektion (A)

 

Hiweis: Im Rahmen der Anlagepolitik investiert der 3 Banken Anleihefonds-Selektion (A) (T) hauptsächlich in Anteile an anderen Investmentfonds.

 

Marktbedingte geringe oder sogar negative Renditen von Geldmarktinstrumenten bzw. Anleihen können den Nettoinventarwert des Investmentfonds negativ beeinflussen bzw. nicht ausreichend sein, um die laufenden Kosten zu decken.

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