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3 Banken Unternehmensanleihen-Fonds „Der Schmerz von heute ist der Ertrag von morgen“

Interview I Fondsjournal September 2022

3 Banken Unternehmensanleihen-Fonds „Der Schmerz von heute ist der Ertrag von morgen“

Fondsjournal: Hr. Marschalek, was sind die wesentlichen Erkenntnisse der vergangenen Monate? Hannes Marschalek: Hohe Inflationsraten, Russland-Ukraine-Krieg, Diskussion um eine bevorstehende Rezession - Unternehmensanleihen kamen in der ersten Jahreshälfte von zwei Seiten unter Druck.
Quelle: Shutterstock

Zum einen durch den Basiszinseffekt und zum anderen durch die auslaufenden Risikoaufschläge aufgrund der erwarteten Konjunktureintrübung. Auf den historischen Sell-Off folgte aber eine Beruhigung über den Sommer. Dennoch müssen die Unternehmen dem Investor wieder mehr bezahlen für das eingegangene Risiko. Das heißt zwar leider, dass es für jene, die bereits investiert waren, noch einige Zeit dauern wird, bis die Verluste verdaut sind – auf der anderen Seite sehen wir aktuell aber auch wieder ein sehr attraktives Niveau für einen Einstieg. Natürlich gibt es aktuell auch Warnsignale durch die Wirtschaftsdaten. Jedoch sehen wir in den aktuellen Kursen bereits ein hohes Maß an Pessimismus eingepreist.

 

Wie stellt sich die aktuelle Strategie des Fonds dar?

Marschalek: Die Aktivität im Fonds war über die Sommermonate bewusst geringer. Durch die gestiegenen Risikoaufschläge mieden oder verschoben viele Emittenten die Ausgabe neuer Anleihen – was den Primärmarkt bei Unternehmensanleihen komplett zum Erliegen brachte. Dies führte dazu, dass einerseits bonitätsstarke Namen teilweise schwer zu bekommen waren oder nur zu erhöhten Preisen, andererseits konnten schwächere Bonitäten oft nur mit deutlichen Abschlägen am Markt
verkauft werden. Besonders betroffen waren beispielsweise Energiekonzerne wie die tschechische CEZ oder der slowakische Gasnetzbetreiber SPP. Dank der hohen Streuung im Fonds waren die Auswirkungen aber überschaubar. Diese Positionen werden aus jetziger Sicht daher weiter gehalten, aber nicht mehr ausgebaut. Generell behalten wir mit aktuell knapp 19 % den Fokus auf unseren Heimatmarkt Österreich bei. Im aktuellen Umfeld setzen wir verstärkt auf solide Emittenten. Dies gilt auch für das Segment der Hybridanleihen, wo wir zuletzt von vorzeitigen Kündigungen mangels Anrechenbarkeit für das Unternehmen profitieren konnten. Aktuell liegt die Rendite der sich im Fonds befindlichen Anleihen bei ca. 3,60 % bei einer Restlaufzeit von etwa 5 Jahren. Der Schmerz von heute aufgrund der jüngsten Kursverluste ist daher der attraktive Ertrag von morgen.

 

Was sind Beispiele für jüngste Transaktionen?

Marschalek: Nachdem im Juni die Branchen Gesundheitswesen, Basiskonsum, Gebrauchsgüter und Versorger etwas reduziert wurden, wurden im Juli und August lediglich langlaufende Bonds diverser bonitätsstarker Emittenten – zum Beispiel Siemens und Orange - nach der positiven Korrektur der Basiszinsen verkauft. Zum anderen haben wir im Bereich Automobil/-zulieferer reduziert, da aktuell schwer abzuschätzen ist, wie lange die Lieferkettenproblematik noch andauern wird. Zuletzt wurden kürzere Laufzeiten von Renault und Pirelli zugunsten Cash abgebaut. Derzeit mit rund 28 % am stärksten gewichtet ist das Finanzwesen. Banken sollten aufgrund der veränderten Zinswelt in Zukunft
wieder profitabler wirtschaften können.

 

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