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e-fundresearch.com Fondsselektor des Monats

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e-fundresearch.com Fondsselektor des Monats

Raphael Siegert, Dachfondsmanager bei 3 Banken-Generali Investment GmbH, ist e-fundresearch.com Fondsselektor des Monats September. Im Interview gibt Siegert Einblick in seinen Werdegang & Selektionsansatz und verrät, in welchen Bereichen sich Zielfondsanbieter konkret verbessern können.
Quelle: Shutterstock

Herr Siegert, wie kam es dazu, dass Sie eine Karriere in der Vermögensverwaltung gestartet haben? War es für Sie immer klar, dass Sie in der Kapitalveranlagung aktiv sein möchten?

Dass ich heute als Fondsmanager tätig sein darf, ist eine Reihe vieler glücklicher Zufälle zu verdanken. Bis zum ersten Semester des Masterstudiums wollte ich eigentlich immer Risikomanager werden. Das änderte sich rasch, als zwei Studienkollegen und ich die Idee hatten ein gemeinsames Wikifolio zu gründen. Das war ein investierbares Portfolio auf gleichnamiger Social Trading Plattform, in dem wir unser in der Theorie erlerntes Wissen in die Praxis umsetzen konnten. Schnell sammelten wir erste Erfahrungen und ich war so begeistert, dass ich seit dem Zeitpunkt meine weitere Karriere und Ausbildung (z.B. CFA) in Richtung Asset Management forcierte, um eines Tages Fondsmanager zu werden.

Wie sieht ein normaler Arbeitstag bei Ihnen aus? Verfolgen Sie spezielle erfolgssteigernde Routinen, die Sie mit uns teilen möchten?

Mein Arbeitstag beginnt mit dem obligatorischen Cafe im Bett und dem Handy oder Tablett in der Hand. Meine wichtigsten Quellen sind vor allem Bloomberg und diverse einschlägige Seiten aus Finanz und Politik. Twitter nutze ich auch, allerdings mit Vorsicht, da die Informationen oft nicht leicht verfizierbar sind. Vor kurzem las ich ein großartiges Buch zum Thema "Zeitmanagement". Wer kennt das nicht - man hat das Gefühl sich den ganzen Arbeitstag mit Kleinigkeiten aufgehalten zu haben und die wirklich wichtigen Aufgaben wachsen immer weiter an und wachsen einem irgendwann über den Kopf. Meine erforgssteigernde Routine ist die Erstellung einer Prioritätenliste, bei der vor allem die unangenehmsten Aufgaben die oberste Priorität genießen. Sobald die dann erledigt sind, freut man sich und ist umso motivierter für den Rest.

Worin besteht die größte Herausforderung in Ihrer Funktion und was bereitet Ihnen die größte Freude?

Die größte Herausforderung ist bestimmt, dass jede Entscheidung - auch wenn dies bedeutet an einer Position nichts zu ändern - eine Auswirkung auf die Performance der Fonds hat. Besondere Freude bereitet natürlich, wenn die Entscheidungen sich als richtig erweisen und unsere Kunden zufrieden sind. Mit Freude kann ich sagen, dass unsere Wertsicherungskonzepte die Krisen der vergangenen Jahre hervorragend gemeistert haben und wir neben der Veranlagungsseite einen Mehrwert durch unser aktives Risikomanagment in unseren Strategien bieten konnte.

Was sind Ihrer Meinung nach die wichtigsten Faktoren, die bei der Selektion von FondsmanagerInnen den Unterschied machen und deshalb auch im Fokus stehen sollten?

Für mich ist es wichtig die Portfoliokonstruktion und den Investitionsprozess zu verstehen, da ich als Selektor ein ausgewogenes und stimmiges Gesamtportfolio erstellen muss. Wenn diese Transparenz nicht erfüllt ist, kommt eine Investition nicht in Frage. Vergangene Performance ist wichtig, um zu sehen, wie ein Fonds in bestimmten Marktphasen reagiert, jedoch ist dies immer nur eine Betrachtung im Rückspiegel. Oft beobachtet ich, dass Manager, die in einem Jahr außergewöhnlich gut performen im darauffolgenden Jahr eine Schwächephase durchlaufen. Daher spielen längere Zeiträume (3 und 5 Jahre) für mich bei der Selektion eine größere Rolle als das letzte Jahr. Je konsistenter und transparenter ein Ansatz ist, desto interessanter ist er für mich als Selektor.

Sie sind laufend in Kontakt mit den unterschiedlichsten Fondsanbietern: In welchen Bereichen identifizieren Sie den größten Verbesserungsbedarf? Wo kann sich die Anbieterseite noch deutlich steigern?

Im digitalen Zeitalter stehen Investoren Unmengen an Daten und Informationen auf Knopfdruck zur Verfügung. Was einerseits viele Vorteile mit sich bringt, stellt Interessenten schnell vor große Hürden, wenn die Daten von den Anbietern nicht übersichtlich aufbereitet sind. Vor dem Hintergrund zunehmender aufsichtsrechtlicher Anforderungen, auch im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit von Investmentprodukten, ist es unerlässlich sich diesem Thema verstärkt anzunehmen.

Wenn Sie nicht gerade Fonds analysieren und Portfolios zusammenstellen: Womit verbringen Sie gerne Ihre (Frei-) Zeit?

Meinen Ausgleich zum Alltag finde ich am besten bei Outdoor-Aktivitäten. Ich gehe leidenschaftlich gerne Gleitschirmfliegen und suche immer, wenn möglich, die Nähe zum Berg und dem Abenteuer. Abgesehen von aufregenden Sportarten gibts für mich nichts Schöneres als mit Freunden und Familie bei uns auf der Terrasse zu grillen und den Abend gemeinsam ausklingen zu lassen. Das sind die Momente, die die Batterien im Schnellladevorgang wieder aufladen.

 

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