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Enger Themenfokus macht sich bisher bezahlt

Interview mit Robert Riefler I Fondsjournal Oktober 2021

Enger Themenfokus macht sich bisher bezahlt

Mit Juli 2018 wurde unser Laufzeitenfonds 3 Banken Verantwortung & Zukunft 2024 aufgelegt, Käufe waren nach Fondsstart nicht mehr möglich. Zur Halbzeit, nach gut drei Jahren, zieht Fondsmanager Robert Riefler ein Zwischenfazit.
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Fondsjournal: Herr Riefler, wie fällt Ihr Zwischenfazit aus?
Robert Riefler: Der 3 Banken Verantwortung & Zukunft 2024 markierte vor etwas über 3 Jahren einen klaren Schritt unserer Strategie, das Angebot an nachhaltigen Produkten mit einer klaren Story auszuweiten – zu einer Zeit, als Nachhaltigkeit noch nicht in aller Munde war. Schon damals hatten wir einen hohen Qualitätsanspruch, einerseits durch die Kooperation mit unserem Analysepartner Vontobel aus der Schweiz und anderseits durch eine weitere externe Bestätigung - der Fonds ist seit Beginn Träger des Österreichischen Umweltzeichens für Finanzprodukte. Das Zwischenfazit fällt klarerweise sehr positiv aus. Einerseits aufgrund der attraktiven Performance, anderseits aufgrund der Tatsache, dass wir mit einem klaren und doch sehr engen Themenfokus immer ein attraktives Portfolio zusammenstellen konnten.

 

Wie eng ist der Themenfokus?
Riefler: Wir wollten mit diesem Fondskonzept bewusst über die klassischen Best-in-Class-Ansätze hinausgehen und haben daher als Verstärkung des Profils auch einige potentiell kontroversielle Themen ausgeschlossen, wie etwa Finanztitel, klassische Pharmaunternehmen oder auch die Automobilindustrie. Damit gingen wir für diesen Fonds viel weiter, als es in klassischen Nachhaltigkeitsmandaten der Fall ist. Der Umkehrschluss daraus ist eine vergleichsweise starke Konzentration auf mehrere Kernthemen, die wir durch möglichst viele Investment-Stories mit starken Eigendynamiken ergänzen.

Können Sie Beispiele dafür nennen?
Riefler: Die wesentlichen Kernthemen sind mit Medizintechnik innerhalb des Gesundheitssektors sowie den vielen verschiedenen Facetten des klassischen Industriesektors sehr naheliegend. Daneben spielten immer auch nachhaltige Stromversorgungsunternehmen eine Rolle und auch im Technologiebereich fanden wir, abseits von Amazon, Facebook & Co, einige attraktive Investmentalternativen.

Was zählt für Sie aktuell zu den interessantesten Titeln?
Riefler: Erwähnenswert ist sicherlich Insulet – ein amerikanisches Medizintechnikunternehmen, das hochinnovative Diabetes-Pumpen produziert und in den kommenden Monaten ein neues Produkt lancieren wird, das mit Sensoren, die den Blutzuckerwert ständig messen, integriert werden kann und über das Mobiltelefon gesteuert wird. Mit diesem Produkt kommt man der Idee einer künstlichen Bauchspeicheldrüse sehr nahe, was für Menschen mit Diabetes eine erhebliche Verbesserung bedeuten sollte.

Wenn Sie den Blick nach vorne richten – wo sehen Sie die interessantesten Chancen für die kommenden und restlichen drei Jahre?
Riefler: Neben den vielen wachstumsorientierten Aktien wie etwa der norwegischen Tomra, dem Marktführer für Flaschenrückgabesysteme, gibt es auch nach wie vor eine beträchtliche Zahl an Titeln, bei denen eine Wachstumsbeschleunigung absehbar ist, die jeweils noch etwas Zeit brauchen dürfte. Alstom, ein Komplettanbieter rund um das Eisenbahnthema, ist ein klassisches Beispiel für ein solides Unternehmen in einem sehr attraktiven Sektor, das jedoch noch einige Aufgaben – in diesem Fall Altlasten aus einer Übernahme – bewältigen muss, dann aber erhebliches Potential bietet. Ähnliche Möglichkeiten für Restrukturierungen finden sich immer wieder und runden das Portfolio ab. Für die aktuellen Schwerpunkte innerhalb des Gesundheitssektors wie auch bei jenen Stromversorgern, die den Umbau des Energiesektors aktiv mitgestalten, sind wir auch für die kommenden drei Jahre ungebrochen optimistisch. Wir werden hier weiterhin hohe Allokationen vornehmen. Gegen Ende der Laufzeit werden wir auch Marktrisiken zunehmend bewerten und gegebenenfalls die Aktienquote reduzieren.

 

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